FAQ - Häufig gestellte Fragen
Die
häufigsten Fragen zur Chronologie werden nur zu leicht vermischt...
1. Gibt es denn keine unabhängigen Belege zugunsten der
traditionellen
Chronologie?
Nein! Stets finden
sich
dort Zirkelschlüsse und Mehrdeutigkeiten.
2. Gibt
es eine Hypothese, die mit den naturwissenschaftlichen Beobachtungen
übereinstimmt?
Ja! Dichotomie der Jahreszählung:
'AD-Jahresangaben' weichen um rund drei Jahrhunderte von 'unserer Zeit'
ab.
3. Gibt es hartes, überprüfbares Beweismaterial für diese Hypothese?
Ja! - 15 Eklipsenberichte in tag-genau gleichem Abstand zur astronomischen Rechnung.
4. Lässt
sich das zeitliche Ende dieser Unstimmigkeiten eingrenzen?
Ja! - um das Jahr
1000
5. Sind
alle Datierungen der Antike betroffen?
Nein!
Nur die von der
griechisch-römischen Überlieferung abhängigen, wozu auch die masoretische Torah gehört. Die
babylonische Jahreszählung datiert dagegen korrekt.
6. Wodurch wurden die Überlieferungen um Jahrhunderte verschoben?
Durch die Siebenschläfer-Legende rückten Christenverfolgungen in eine ferne Vergangenheit und blieben damit ungesühnt.
7. Was
könnte die Korrumpierung der Chronologie ausgelöst haben?
Die 'Objektivierung' der Legende durch die Osterrechnung des Dionysius Exiguus
8.
Wodurch wurde dennoch der Anschein von Kontinuität möglich?
Durch manipulative
Verdopplungen -
Konstantin d.Gr., Karl d.Gr., Hillel
9. Gibt
es Hinweise auf derartige 'begleitende' Fälschungen?
Ja! 'Konstantinische
Schenkung', 'Gesta Hludowici', Ammian Marcellin,
ua.
10. Gibt
es Verdachtsmomente, wer die Verantwortung für diese trägt?
Ja! Die Kaiser
Konstantin VII. und
Otto III.
11.
Lassen sich plausible Motive für eine solche Tat finden?
Ja! Der drohende
Zusammenbruch des Byzantinischen Reiches.
12. Gibt
es Urkundenbelege für eine Manipulation?
Ja! - z.B. einen
Drohbrief an Papst Gregor IV.
13.
Warum erscheint die Überlieferung dennoch recht schlüssig?
Weil alle späteren
Chronisten die
Gültigkeit der traditionellen Chronologie als selbstverständlich
voraussetzten.
14.
Wurden dennoch Unstimmigkeiten entdeckt und publiziert?
Ja! Seit dem 16. Jh.
- durch Azaria dei Rossi, Isaak Newton u.v.a.
15.
Warum wurden dann die Zusammenhänge nicht geklärt?
Erklärungen wurden
innerhalb des Chronologie-Dogmas gesucht.
Das Paradox zwischen geglaubtem und überprüfbarem Wissen wurde nicht erkannt.
16.
Warum bleibt das Thema Chronologiekritik auch heute noch ein Tabu?
- Es wird als Angriff auf
das gesicherte Grundwissen aufgefasst.
- Zweifel am Überkommenen
untergräbt die Autorität der Lehrenden.
- Ad-hoc Annahmen erlauben
es, jede Unstimmigkeit zu erklären.
- Historiker vertrauen auf
das Wissen der Naturwissenschaftler und vice versa.
- Wissenschaftliche
Tätigkeit jenseits des Gruppenkonsenses impliziert Verzicht auf
Anerkennung.
- Den 'gesicherten' Stand
einer Wissenschaft zu wahren, erscheint wichtiger als neue Erkenntnisse.
- Voreilige
Erklärungsversuche
(Verschwörungstheorien) haben die Chronologiekritik in der
Hochschul-Wissenschaft
diskreditiert.
17.
Besteht Aussicht auf Erkenntnis?
Ja! Neue
Recherchemöglichkeiten, sowie mehr und präzisere Daten schränken die
Möglichkeiten immer weiter ein, plausible Erklärungen innerhalb der
traditionellen Sicht zu finden.
18. Ist
die Stimmigkeit der Chronologie für die meisten Menschen
nicht unerheblich?
Nein!
- Die Chronologie liefert
der
Naturwissenschaft die Basis zur Modellierung
überlebenswichtiger Daten - zB. der Erderwärmung
- Sie ist
Voraussetzung zum Verständnis der abendländischen Zivilisation,
Religionen und Kultur:
- Es gab keine
'Dunkelzeiten' ohne erhaltene Artefakte.
- Das
Mittelalter produzierte kein
Übermaß gefälschter Urkunden.
- Biblische Texte sind
verifizierbar
(z.B. 'Ägyptische Plagen', 'Stern v. Bethlehem',
'Johannesoffenbarung').
- Die Entwicklung von Kunst
und Wissenschaft verlief stetig.
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jahr1000wen.de
HEK
01/2011 upd. 1/2012